Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Was heißt Schwangerschaftskonflikt?

Der Begriff ist sprachlich misslungen und inhaltlich verharmlosend. Treffender ist die Bezeichnung „Schwangerschaftsakzeptanzkrise“. Ein Konflikt führt zu einer „Entweder-oder-Entscheidung“. Eine Krise eröffnet „Sowohl-als-auch-Perspektiven“.

Warum ist die Internet-Präsenz so wichtig?

Das Internet ist der „Areopag der Moderne“. Hier erfolgt die erste Weichenstellung, auch bei existentiellen Herausforderungen wie einer „Schwangerschaftsakzeptanzkrise“. Im Internet sucht die ungewollt schwangere Frau als erstes nach Informationen und hilfreichen Adressen. Unsere Internet-Präsenz weckt ihr Interesse, vermittelt Vertrauen, bewegt zur Kontaktaufnahme.

Was unterscheidet Monica e.V. von anderen Initiativen zur Rettung der Ungeborenen?

Der umfassende Unterstützungsansatz von Monica e.V. ist „Mit Güte gegen Gewalt“. Wir setzen der Abtreibungsgewalt einen Akt der Güte entgegen, um dem ungeborenen Kind eine Lebenschance zu eröffnen. Güte schließt alle ungeplant schwangeren Frauen ein – die Zwangsprostituierte und die Hedonistin, die Karrierefrau und die Hartz-IV-Empfängerin, die ausgebrannte Mehrfachmutter und das um seine Figur besorgte Model. Güte fordert, dass wir jede Schwangere bis zum Ende lieben, egal welchen Weg sie gehen wird. Güte läßt keinen Grund gelten, nicht gut zur ungeplant Schwangeren zu sein. Gut sein heißt übrigens für unsere intensiv geschulten und supervidierten 4B-Expertinnen auch und vor allem, fachlich gut zu sein. Sie bringen ihr ganzes Wissen, ihr Können, ihre ganze Erfahrung für die ungewollt Schwangeren ein. Im Sinne des „4B-Konzeptes“ stellen sie sich in den Dienst von Begegnung, Beratung, Beistand und Begleitung für die kontaktsuchenden Frauen und deren Zugehörige.

Welches sind die wahren Gründe dafür, dass Frauen abtreiben?

Zum Schwangerschaftskonflikt (richtiger: zur Schwangerschaftsakzeptanzkrise) kommt es durch Druck und Gewalt, die von einer oder mehreren Seiten auf die Frau einwirken. Einige Beispiele für Druck von außen sind: Das Schweigen des Partners im Konflikt oder die Bemerkung „Das musst Du entscheiden!“; die Aussage des Partners „Ich oder das Kind“; die Drohung der Eltern bei jungen Schwangeren „Wenn Du das Kind bekommst, rechne nicht mit unserer Unterstützung“; der „Hinweis“ von Arbeitgebern auf das Ende der Karriere; der „gute Rat“ von Freunden und Bekannten, sich das Leben nicht zu verbauen; die „Expertenaufklärung“ durch Ärzte, Sozialpädagogen, Hebammen über die unerträglichen Belastungen durch ein möglicherweise behindertes Kind; der Druck durch das soziale Umfeld nach dem Motto „Ein behindertes Kind – das muss doch heute nicht mehr sein. Und was das kostet!“

Zwei Beispiele für Druck von innen sind: Der Optimierungsdruck „perfekte Karriere, perfekte Partnerschaft, perfektes Kind zum perfekten Zeitpunkt“ und der Druck zu Emanzipation und Autonomie „die moderne Frau hat keine Probleme und falls doch, für alle Probleme jederzeit und selbstverständlich eigenständig eine Lösung“.

Geld allein genügt nicht

Für eine ungeplant schwangere Frau in finanzieller Not bieten staatliche und gemeinnützige Organisationen vielfältige Unterstützungen. Doch Geld allein reicht nicht. Die Frau im Schwangerschaftskonflikt sucht an erster Stelle eine Möglichkeit zu einer Begegnung auf Augenhöhe. Sie sucht verläßlichen Beistand. Bei Monica e.V. findet sie rund um die Uhr ein Gegenüber, das für sie da ist.

Wer versteht mich?

Alle sind gegen das Kind: mein Partner, die Familie, die Freunde, der Arbeitgeber, die Kollegen – einfach alle.“

Nie hätte ich gedacht, daß meine Familie mich gerade jetzt im Stich lässt.“

Ich soll möglichst schnell wieder funktionieren – auf der Arbeit und im Bett.“

Niemand darf von meinen Ängsten und Schuldgefühlen etwas mitbekommen.“

Die ungeplant schwangere Frau steht ganz allein und massiv unter Druck: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, wenigstens zwölf Schwangerschaftswochen lang. Sie braucht Begegnung, Beratung, Beistand und Begleitung. Durch diese umfassende Unterstützung können gangbare Wege gefunden werden.

Voraussetzung dafür ist Zeit, Zeit, Zeit. Die 4B-Expertin schaut nicht auf die Uhr, sondern gemeinsam mit der Schwangeren auf die Situation:

  • Wo liegt der wirkliche Konflikt?
  • Was bedeutet mein Wunsch „Ich will nicht mehr schwanger sein“ im Hinblick auf die Konsequenz „Ich habe abgetrieben“?
  • Welche Lösungsmöglichkeiten eröffnen eine wirkliche Perspektive für mein Leben?

In mühevoller, zeitintensiver Kleinarbeit übernimmt die Unterstützung im Sinne des 4B-Konzeptes den Teil, den der Sozialstaat im Schwangerschaftskonflikt nicht leistet.

Wie kann jeder vor Ort zu einer Kultur des Lebens beitragen?

Machen Sie Lebensschutz zum Top-Thema, besonders für Jugendliche und junge Erwachsene. Akzeptieren Sie in Gesprächen Abtreibung niemals als „Lösung“; entlarven Sie stattdessen die tatsächlichen „Todesengel“ (Partner, Eltern, Arbeitgeber, „Experten“, Freundinnen usw.). Sagen Sie als emanzipierte Frau in Diskussionen mutig, dass Abtreibung nicht ihr Wunsch-Ausweg aus einem Schwangerschaftskonflikt wäre. Fordern Sie als emanzipierter Mann von den politisch Verantwortlichen: Jeder sollte sich Kinder leisten können! Zeigen Sie jeder ungeplant Schwangeren durch Ihr Reden und Tun: Du bist nicht allein!

Inwiefern orientiert sich die Arbeit von Monica e.V. am Lehramt der Kirche?

Wir sorgen uns um das ungeborene Leben und um die meist situativ überforderten Schwangeren. Mit christlicher Nächstenliebe begegnen wir den Schwangeren und ihren Angehörigen mit Respekt und Hochachtung und bieten ihnen den notwendigen menschlichen und fachlichen Beistand an, der in der Konfliktsituation notwendig ist. Es gilt, der Schwangeren zu helfen, Ja zu ihrem Kind zu sagen. Wenn möglich, dehnen wir die Unterstützung aus und helfen auch dem Kindsvater zum Ja zu seinem Kind. Wir wissen aber auch, dass es nur mit der Mutter zusammen gelingen wird, eine Abtreibung zu verhindern. Sie findet deshalb bei uns jederzeit (24h/an 365 Tagen) ein offenes Ohr, Zuwendung, Zuspruch, fachliche Kompetenz, hinreichend Zeit, konkrete Unterstützung und nie versiegende Hoffnung.

Selbstverständlich bekommen wir keine staatliche Unterstützung, da wir die Bedingungen, konkret die Ausstellung des Beratungsscheins, nicht erfüllen möchten.